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Ernährung von Welpen und Kätzchen - wie wählt man das richtige Futter für den Anfang aus?

Ernährung von Welpen und Kätzchen - wie wählt man das richtige Futter für den Anfang aus?

Das erste Lebensjahr eines Tieres ist die einzige Zeit, in der die Ernährung das Skelett, das Gebiss und das Immunsystem von Grund auf aufbaut. Später kann man sie zwar verbessern, aber einige Folgen lassen sich nicht mehr rückgängig machen. Was ein junges Tier in den ersten Lebenswochen benötigt, bestimmt seine Gesundheit im Erwachsenenalter.

Welpen und Kätzchen haben dabei Bedürfnisse, die nur auf den ersten Blick gleich sind. Beide Tiere wachsen schnell und benötigen konzentrierte Energie, aber die Katze ist ein strikter Fleischfresser und benötigt Nährstoffe, die ein Hund selbst herstellen kann. Deshalb ist Hundefutter für Katzen nicht geeignet, selbst wenn auf beiden Etiketten dasselbe Huhn steht.

Warum ist die richtige Ernährung in den ersten Lebensmonaten so wichtig?

Ein junger Organismus wächst in einem Tempo, das er nie wieder erreichen wird, und alles, was er frisst, wird für den Aufbau und nicht nur für die Erhaltung verbraucht. Deshalb muss das Futter in dieser Phase mehr Energie, mehr Protein und anders abgestimmte Mineralstoffe liefern als das Futter eines erwachsenen Tieres.

Eine korrekte Ernährung liefert die notwendigen Nährstoffe in Mengen, die der Körper nicht auf Vorrat speichern kann, daher zählt jeder Tag der Ernährung für sich. Die Folgen von Fehlern können dauerhaft sein. Zu schnelles Wachstum und ein Überschuss an Kalzium bei Welpen großer Rassen belasten die sich entwickelnden Gelenke, und ein Taurinmangel bei Kätzchen führt zu Veränderungen am Herzen und an der Netzhaut. Die richtige Ernährung in dieser Zeit beeinflusst die korrekte Entwicklung und das Funktionieren des Tieres für die nächsten zehn bis zwanzig Jahre. Die Ernährung eines Hundes wird dabei nicht ein für alle Mal festgelegt: Sie ändert sich mit dem Alter des Hundes und seinem Gesundheitszustand, und eine gesunde Ernährung ist die Summe täglicher Entscheidungen.

Es gibt noch einen weiteren Grund, über den selten gesprochen wird. In den ersten Monaten bilden sich die Geschmacksvorlieben. Ein Tier, das mehrere Konsistenzen und Geschmacksrichtungen kennengelernt hat, verweigert als Erwachsener seltener eine Futterumstellung, was entscheidend sein kann, wenn das Futter aus gesundheitlichen Gründen gewechselt werden muss.

Die ersten Lebenswochen: Muttermilch und der Übergang zu fester Nahrung

In den ersten vier Wochen ist die Muttermilch die einzig richtige Nahrung für Welpen und Kätzchen. Das Kolostrum, das in den ersten Stunden verabreicht wird, liefert Antikörper für den Aufbau des Immunsystems, die durch kein Präparat ersetzt werden können. Wenn die mütterliche Fürsorge nicht möglich ist, sind Milchersatzpräparate erforderlich, getrennt für Hunde und Katzen.

Kuhmilch ist keine Alternative. Sie enthält viel Laktose, und junge Tiere verlieren nach dem Absetzen einen Großteil ihrer Laktaseaktivität, sodass die Gabe zu Durchfall und Dehydrierung führt.

Das Absetzen verläuft bei beiden Arten nach einem ähnlichen Schema:

  • Etwa in der dritten bis vierten Lebenswoche werden die ersten Portionen fester Nahrung in Form eines weichen Breis eingeführt.

  • Allmählich wird der Anteil an fester Nahrung erhöht und der Zugang zur Muttermilch oder zum Ersatzpräparat eingeschränkt.

  • Etwa in der sechsten bis achten Woche erfolgt der vollständige Übergang zu fester Nahrung.

Gefriergetrocknetes Futter ist hier aus einem einfachen Grund praktisch: Nach dem Übergießen mit warmem Wasser ergibt es eine weiche, aromatische Masse, und die wöchentliche Reduzierung der Wassermenge führt das Tier ohne Produktwechsel an feste Nahrung heran. Der gesamte Prozess erfolgt also mit einer Rezeptur, was den Verdauungstrakt schont. Wenn die Rezeptur Ziegenmilch enthält, ist ihr milchiges Aroma nach dem Anrühren mit warmem Wasser besonders wahrnehmbar, was die ersten Mahlzeiten erleichtert.

Anders verhält es sich mit Ziegenmilch als Zutat in einem Alleinfuttermittel. Sie enthält kleinere Fettkügelchen und mehr leicht verdauliche mittelkettige Fettsäuren als Kuhmilch, wodurch sie leichter verdaulich ist und schnell Energie liefert. Sie enthält zudem fertiges Vitamin A, das besonders für Kätzchen wichtig ist, und ihr vertrautes, milchiges Aroma regt das junge Tier in der Absetzphase zum Fressen an. Sie ersetzt jedoch nicht die Muttermilch und wird nicht als Getränk aus dem Napf gereicht, da sie ebenfalls Laktose enthält.

Welpenfütterung: Womit füttert man einen Welpen und welches Futter sollte man wählen?

Die Fütterung eines Welpen beginnt mit einer Entscheidung: Welche Futterart wird die Grundlage seiner Ernährung für das nächste Jahr bilden?

Futter für junge Hunde muss einen höheren Kaloriengehalt und einen höheren Anteil an leicht verdaulichem Protein aufweisen als Produkte für erwachsene Hunde. Die Ernährungsnormen geben ein Minimum von etwa 25 Gramm Protein pro 1000 Kilokalorien sowie etwa 13,8 Gramm Fett pro gleicher Energieeinheit an, wobei ausgewogenes Futter diese Werte meist übersteigt. Der Kalorienbedarf wird dabei pro Kilogramm Körpergewicht berechnet, nicht nach dem Alter.

Neben Protein und Fett zählen vier Dinge:

  • Das Kalzium-Phosphor-Verhältnis, das für die korrekte Mineralisierung des Skeletts entscheidend ist.

  • Vitamin D, ohne das Kalzium nicht in die Knochen eingebaut wird.

  • DHA-Säure aus der Omega-3-Gruppe, die die Entwicklung von Gehirn und Sehkraft unterstützt.

  • Vitamine und Mineralstoffe die das Immunsystem in einer Zeit aufbauen, in der die mütterliche Immunität nachlässt und die Nährstoffe aus dem Futter diese Rolle vollständig übernehmen.

Hier sollte ein häufig wiederholtes Missverständnis korrigiert werden, dass Welpenfutter einfach mehr Kalzium enthalten müsse. Es kommt auf die absolute Menge und das Verhältnis zu Phosphor an, und ein Kalziumüberschuss ist bei Hunden großer Rassen genauso gefährlich wie ein Mangel, da der junge Organismus die Aufnahme nicht so effektiv begrenzen kann wie ein erwachsener. Aus demselben Grund werden einem fertigen Alleinfuttermittel keine Kalziumpräparate zugesetzt.

Ente mit Ziegenmilch und Eigelb aus dem Sortiment von Dr. Malou wurde für Welpen kleiner Rassen entwickelt. Ente ist ein leicht verdauliches und seltener allergieauslösendes Protein, Ziegenmilch erleichtert den Übergang von der Muttermilch, da sie leichter verdaulich ist als Kuhmilch, schnell verfügbare Energie aus Fett liefert und ein vertrautes, milchiges Aroma besitzt, während das Eigelb ein natürliches Multivitamin darstellt.

Welches Welpenfutter: Trockenfutter, verschiedene Nassfutter oder Gefriergetrocknetes?

Trockenfutter ist bequem zu portionieren und lange haltbar, enthält aber wenig Wasser. Ein junges Tier dehydriert schneller als ein erwachsenes, daher ist bei Trockenfutter ein ständiger Zugang zu frischem Wasser eine Grundvoraussetzung, und das Granulat sollte anfangs eingeweicht werden.

Nassfutterarten unterscheiden sich in der Konsistenz, haben aber eines gemeinsam: einen hohen Wassergehalt und einen intensiveren Geruch, wodurch das Fressen für einen Hund, der gerade erst lernt zu kauen, einfacher ist.

Gefriergetrocknetes Futter vereint beide Vorteile. Es entsteht durch das Einfrieren des Rohstoffs und den Entzug von Wasser im Vakuum, ohne Verarbeitung bei hohen Temperaturen, wodurch Nährwerte und natürliches Aroma erhalten bleiben. Trocken oder nach dem Einweichen serviert, deckt es beide Fütterungsvarianten ab.

Mischfütterung, also die Kombination beider Formen, ist zulässig, sofern jedes Futter im Set ein Alleinfuttermittel für wachsende Tiere ist und der gesamte Kaloriengehalt innerhalb des Tagesbedarfs liegt.

Futtermenge und Tagesration für junge Hunde: Wie viel sollte ein Welpe fressen?

Die empfohlene Futtermenge hängt vom Körpergewicht, der Größe des Welpen und seiner Rasse, dem Alter sowie dem Aktivitätsniveau ab. Die Portionsgröße wird individuell festgelegt, da ein Alleinfuttermittel anders dosiert wird als ein Ergänzungsfuttermittel. Die Spannen sind oft groß: Die Tagesration liegt meist zwischen einigen Dutzend und mehreren hundert Gramm, abhängig von der Größe des Hundes und dem Kaloriengehalt des Futters.

Ausgangspunkt ist die Tabelle des Herstellers, aber das ist erst der Anfang:

  • Beginnen Sie mit der Tabelle, die ein Ausgangspunkt und kein Gesetz ist, und rechnen Sie diese auf das aktuelle Körpergewicht um.

  • Teilen Sie die Tagesration in die entsprechende Anzahl an Mahlzeiten auf.

  • Beobachten Sie das Wachstumstempo und die Tastbarkeit der Rippen in den ersten Wochen.

  • Korrigieren Sie alle zwei bis drei Wochen, da der Bedarf mit dem Tier wächst.

Wie viele Gramm Futter ein bestimmter Hund täglich erhalten sollte, hängt auch von der Energiedichte ab. Dehydrierte Produkte wie Gefriergetrocknetes werden in deutlich kleineren Mengen verabreicht als Nassfutter, da dieses größtenteils aus Wasser besteht. Der Vergleich von Gramm-Angaben zwischen verschiedenen Futtertypen führt daher zu falschen Schlüssen.

Die regelmäßige Überwachung des Körpergewichts ist dabei wichtiger als das Festhalten an der Zahl auf der Verpackung, denn sie zeigt, ob die Ernährung das korrekte Wachstum Ihres Lieblings unterstützt. Die Erhaltung einer schlanken Figur während der Wachstumsphase schont die Gelenke, besonders bei großen Rassen, und fördert die gesunde Entwicklung des Bewegungsapparates. Wie viel Futter ein Welpe täglich wirklich braucht, zeigt also der Hund selbst.

Anzahl der Mahlzeiten und Futtermenge: Wie oft am Tag sollte man einen Welpen füttern?

Die Anzahl der Mahlzeiten nimmt mit dem Alter des Hundes ab:

  • Bis zur zwölften Lebenswoche: vier, bei den jüngsten Welpen sogar fünf Mahlzeiten täglich.

  • Vom dritten bis zum sechsten Monat: drei Mahlzeiten täglich.

  • Ab dem sechsten Monat: zwei Mahlzeiten täglich, wobei Hunde kleiner Rassen manchmal länger dreimal täglich gefüttert werden.

Regelmäßigkeit ist an sich wichtig, da sie die Verdauung stabilisiert und die Stubenreinheit erleichtert. Das Futter sollte nicht den ganzen Tag im Napf bleiben: Dies erschwert die Portionskontrolle und verzögert den Moment, in dem Sie einen Appetitverlust bemerken.

Ernährungsbedürfnisse von Kätzchen: Womit füttert man eine junge Katze?

Ein Kätzchen hat einen Energiebedarf, der pro Kilogramm Körpergewicht bis zu dreimal höher ist als der einer erwachsenen Katze, bei einem sehr kleinen Magen. Daher gilt die Regel: oft und in kleinen Portionen.

Die Katze ist ein strikter Fleischfresser, daher muss ihre Ernährung auf Fleisch als Hauptzutat basieren. Neben Protein und Fett benötigt sie Inhaltsstoffe, die sie nicht aus pflanzlichen Rohstoffen gewinnen kann:

  • Taurin, eine Aminosäure, die für die Herzfunktion und die Netzhaut unerlässlich ist und die die Katze nicht in ausreichender Menge selbst synthetisiert.

  • Vitamin A in fertiger Form, da die Katze kein Beta-Carotin aus Gemüse umwandelt.

  • Arachidonsäure, die ausschließlich in tierischem Fett vorkommt.

  • Kalzium und Phosphor in einem auf das Skelettwachstum abgestimmten Verhältnis.

Futter für Kätzchen sollte als Alleinfuttermittel gekennzeichnet und für Tiere bis zum zwölften Lebensmonat bestimmt sein. Kätzchen sollten kein Hundefutter erhalten: Es enthält nicht die benötigte Menge an Taurin und führt zu Mangelerscheinungen.

Im Sortiment von Dr. Malou ist für Kätzchen „Huhn mit Ziegenmilch und Eigelb“ vorgesehen, ein Alleinfuttermittel bis zum zwölften Lebensmonat, das auch als kleine Probe erhältlich ist. Die Ziegenmilch liefert leicht verdauliches Fett und fertiges Vitamin A, und ihr milchiges Aroma regt Kätzchen, die gerade von der Muttermilch auf feste Nahrung umsteigen, zum Fressen an.

Wie füttert man ein Kätzchen und welches Futter eignet sich für mehrere Mahlzeiten am Tag?

Bis zum dritten oder vierten Lebensmonat frisst ein Kätzchen normalerweise vier- bis fünfmal täglich, danach dreimal und gegen Ende des ersten Jahres zwei- bis dreimal. Das Tempo ist hier wichtiger als beim Hund, da der Katzenorganismus Fresspausen schlechter verträgt.

Die Flüssigkeitszufuhr erfordert besondere Aufmerksamkeit. Die Katze stammt von einem Wüstenraubtier ab und hat einen schwach ausgeprägten Durstreflex, daher gleicht sie das, was sie nicht über die Nahrung aufgenommen hat, selten durch Trinken aus. Genau deshalb sollte Nassfutter oder eingeweichtes gefriergetrocknetes Futter einen wesentlichen Teil der Ernährung einer jungen Katze ausmachen, und der Wassernapf sollte abseits von Futter und Katzentoilette stehen.

Welpe vs. Kätzchen: Unterschiede, die die Futterqualität verdeutlicht

Viele Halter behandeln beide Arten nach denselben Regeln, was ein Fehler ist.

Thema

Welpe

Kätzchen

Ernährungstyp

Allesfresser mit fleischfressendem Profil

Strikter Fleischfresser

Taurin

Synthetisiert es selbst

Muss über die Nahrung aufgenommen werden

Vitamin A

Wandelt es aus Beta-Carotin um

Benötigt fertige Form

Kohlenhydrattoleranz

Mäßig

Niedrig

Flüssigkeitszufuhr

Trinkt bei Durstgefühl

Schwacher Durstreflex

Ende der Wachstumsphase

Von 10 bis 24 Monaten je nach Rasse

Normalerweise etwa 12 Monate

Die praktische Schlussfolgerung ist einfach: Futter sollte nicht zwischen den Arten ausgetauscht werden, auch nicht vorübergehend, und einem Kätzchen gibt man kein Hundefutter.

Was dürfen junge Hunde und Katzen in den ersten Lebensmonaten nicht fressen?

Einige Produkte vom menschlichen Tisch sind für Tiere giftig, und ein junger Organismus reagiert schneller darauf:

  • Schokolade und Kakao enthalten Theobromin, das auf Herz und Nervensystem wirkt.

  • Zwiebeln und Knoblauch schädigen die roten Blutkörperchen, in jeder Form, auch getrocknet.

  • Trauben und Rosinen können akutes Nierenversagen auslösen.

  • Xylit, das in zuckerfreien Produkten enthalten ist, verursacht einen rapiden Abfall des Blutzuckerspiegels.

  • Gekochte Knochen splittern in scharfe Fragmente und können den Verdauungstrakt durchstechen.

  • Kuhmilch und Milchprodukte führen zu Durchfall. Dies gilt nicht für eine kleine Menge Ziegenmilch als Zutat in einem Alleinfuttermittel, aber keine Milch sollte als Getränk aus dem Napf gereicht werden.

  • Gesalzene, geräucherte und gewürzte Speisen, einschließlich Essensreste vom Teller.

Wenn das Tier eines dieser Produkte gefressen hat, kontaktieren Sie sofort eine Tierklinik, ohne auf Symptome zu warten.

Leckerlis und die Ernährung von Welpen und Kätzchen

Welpen und Kätzchen lernen im ersten Jahr am intensivsten, daher ist eine Belohnung in dieser Zeit ein Werkzeug und kein Luxus. Leckerlis sind jedoch Ergänzungsfuttermittel und sollten nicht mehr als ein Zehntel des täglichen Kalorienbedarfs ausmachen.

Einige Regeln erleichtern die Verwendung, ohne die Bilanz zu stören:

  • Teilen Sie Leckerlis in kleine Stücke, damit eine Trainingseinheit das Limit nicht ausschöpft.

  • Ziehen Sie deren Kaloriengehalt an Tagen mit intensivem Training von der Futterration ab.

  • Wählen Sie Einkomponentenprodukte, da eine kurze Zutatenliste die Ursachenforschung bei eventuellen Symptomen erleichtert.

  • Vermeiden Sie sehr harte Strukturen während des Zahnwechsels.

Gefriergetrocknete Leckerlis, zum Beispiel Entenbrust für Hunde oder Hühnerbrust für Katzen, eignen sich hier aufgrund ihres intensiven Aromas und der kleinen Stücke. Eine zu große Anzahl an Belohnungen zwischen den Mahlzeiten ist übrigens eine häufige Ursache dafür, dass ein junges Tier das Hauptfutter verweigert.

BARF-Ernährung und die richtige Fütterung von Welpen und Kätzchen

Eine Ernährung auf Basis von rohem Fleisch, Innereien und Knochen hat Anhänger, ist aber bei wachsenden Tieren mit dem größten Risiko verbunden. Der Grund ist einer: das Kalzium-Phosphor-Verhältnis. Fleisch allein enthält viel Phosphor und sehr wenig Kalzium, daher ist die Bilanz ohne präzise Ergänzung das Gegenteil von dem, was benötigt wird, und die Folgen für das Skelett können irreversibel sein.

Das zweite Problem ist das mikrobiologische Risiko. Rohes Fleisch kann eine Quelle für Bakterien und Parasiten sein, und das Immunsystem eines jungen Tieres baut sich gerade erst auf. Wenn Sie sich für ein solches Ernährungsmodell entscheiden, sollte die Diät von einem Tierernährungsberater oder Tierarzt berechnet werden, nicht von einem Internet-Rechner.

Futterumstellung: Wie führt man sie ohne Verdauungsprobleme durch?

Eine plötzliche Futterumstellung kann Verdauungsprobleme verursachen: Durchfall, Erbrechen und Blähungen. Die Futterumstellung sollte schrittweise über sieben bis zehn Tage erfolgen.

  • Tag 1-2: drei Viertel des bisherigen Futters und ein Viertel des neuen.

  • Tag 3-4: beide Futtersorten zu gleichen Teilen.

  • Tag 5-6: ein Viertel des bisherigen und drei Viertel des neuen.

  • Ab dem siebten Tag: ausschließlich das neue Produkt.

Bei einem empfindlichen Verdauungstrakt sollte die Übergangsphase auf bis zu zwei Wochen verlängert werden. Führen Sie neues Futter einzeln ein, ohne gleichzeitig die Leckerlis zu wechseln, da Sie sonst die Ursache eventueller Symptome nicht feststellen können.

Wenn das Tier nicht fressen will, führen Sie keine Fastenkur durch. Bei Kätzchen droht bei einer Futterverweigerung von mehr als einem Tag eine Leberverfettung, was den Kontakt mit einer Tierklinik erfordert. Es hilft jedoch, die Mahlzeit mit warmem Wasser anzufeuchten, da dies das Aroma freisetzt, sowie feste Fütterungszeiten einzuhalten.

Wann sollte man auf Futter für erwachsene Hunde und Katzen umstellen?

Der Zeitpunkt der Umstellung hängt von der Art und der Zielgröße des Tieres ab:

  • Hunde kleiner Rassen bis 10 Kilogramm: etwa im zehnten bis zwölften Lebensmonat.

  • Hunde mittlerer Rassen von 10 bis 25 Kilogramm: etwa im zwölften bis fünfzehnten Monat.

  • Hunde großer Rassen über 25 Kilogramm: vom achtzehnten bis zum vierundzwanzigsten Monat.

  • Katzen der meisten Rassen: etwa im zwölften Monat, bei großen Rassen etwas später.

Ein Signal für die Bereitschaft ist das Ende des Wachstums und die Stabilisierung des Körpergewichts, nicht das Datum selbst. Wenn Sie unsicher sind, sollte die Entscheidung mit einem Tierarzt besprochen werden, da eine zu frühe Umstellung die letzte Wachstumsphase stört und eine zu späte zu Übergewicht führt. Der Moment, in dem ein Welpe erwachsen wird, hängt von der Rasse ab, nicht vom Kalender.

Nach dieser Phase bieten erwachsene Hunde im Sortiment von Dr. Malou die Varianten Ente mit Kürbis, Ente mit Kaninchen und Huhn mit Kürbis, und Katzen Huhn mit Hühnerherzen, Huhn mit Lachs sowie Ente mit Lamm. Die Umstellung erfolgt also innerhalb derselben Technologie und desselben Rohstoffstandards.

Die häufigsten Fehler: Nicht jedes Futter und jede Gewohnheit unterstützen die Welpenernährung

Einige Fehler wiederholen sich unabhängig von der Art:

  • Überfütterung, die zu Übergewicht und Belastung der wachsenden Gelenke führt.

  • Gabe von Futter für erwachsene Tiere, das den Bedarf der Wachstumsphase nicht deckt.

  • Kalziumsupplementierung bei fertigem Alleinfuttermittel.

  • Reste vom menschlichen Tisch, oft zu fettig oder direkt giftig.

  • Zu schnelle Futterumstellung, die mit Magenverstimmungen endet.

  • Übermaß an Leckerlis, die den Appetit auf die Hauptmahlzeit verderben.

Es ist zu beachten, dass jedes Futter in der Praxis überprüft werden muss, denn die Qualität des Futters zeigt sich erst im Napf. Bewerten Sie nach einigen Wochen vier Dinge: Wachstumstempo, Fellqualität, Stuhlkonsistenz und Energieniveau. Diese Signale sagen mehr über die Eignung der Ernährung und die korrekte Entwicklung des Tieres aus als die Deklarationen auf der Verpackung.

Ernährung von Welpen und Kätzchen: Häufig gestellte Fragen

Wie oft sollte man einen Welpen in den ersten Monaten füttern?

Bis zur zwölften Lebenswoche vier- bis fünfmal täglich, vom dritten bis zum sechsten Monat dreimal und ab dem sechsten Monat zweimal. Hunde kleiner Rassen werden manchmal etwas länger dreimal täglich gefüttert.

Wie viel Futter sollte man einem Welpen täglich geben?

Ausgangspunkt ist die Fütterungstabelle, umgerechnet auf das aktuelle Körpergewicht und die Zielgröße des Hundes. Die Portion wird alle zwei bis drei Wochen korrigiert, wobei das Wachstumstempo und die Kondition des Tieres beobachtet werden.

Darf ein Welpe Futter für erwachsene Hunde fressen?

Er sollte nicht. Futter für erwachsene Hunde hat einen niedrigeren Kaloriengehalt, weniger Protein und anders abgestimmte Mineralstoffverhältnisse, daher deckt es nicht den Bedarf eines wachsenden Organismus.

Darf ein Kätzchen Hundefutter fressen?

Nein. Hunderesepte liefern kein Taurin, kein fertiges Vitamin A und keine Arachidonsäure in den Mengen, die der Katzenorganismus benötigt, und eine langfristige Fütterung führt zu ernsthaften Mangelerscheinungen.

Dürfen Kätzchen Kuhmilch statt Muttermilch trinken?

Nein. Nach dem Absetzen verlieren sie einen Großteil ihrer Fähigkeit, Laktose zu verdauen, daher verursacht Kuhmilch Durchfall. Verwaiste Kätzchen erhalten ein Milchersatzpräparat, ältere ausschließlich Wasser.

Ist Ziegenmilch gut für Welpen und Kätzchen?

Ja, als Zutat in einem Alleinfuttermittel. Sie hat kleinere Fettkügelchen, mehr mittelkettige Fettsäuren und ein sanfteres Proteinprofil als Kuhmilch, wodurch sie leichter verdaulich ist. Sie liefert zudem fertiges Vitamin A, das für Kätzchen wichtig ist, und ihr Aroma erleichtert den Übergang von der Muttermilch auf feste Nahrung. Sie ersetzt jedoch nicht die Muttermilch oder ein Milchersatzpräparat und wird nicht als Getränk aus dem Napf gereicht, da sie ebenfalls Laktose enthält.

Wie viel frisches Wasser benötigt ein junges Tier?

So viel, wie es trinkt, unter der Voraussetzung eines ständigen Zugangs zu frischem Wasser. Bei Trockenfütterung ist der Bedarf deutlich höher, daher ist es bei Kätzchen ratsam, Feuchtfutter einzubeziehen, das Flüssigkeit zusammen mit der Mahlzeit liefert.

Passen Leckerlis in die Ernährung von Welpen und Kätzchen in der Wachstumsphase?

Ja, in kleinen Stücken und im Rahmen von zehn Prozent der täglichen Kalorienration. Während des Zahnwechsels ist es besser, sehr harte Strukturen zu vermeiden und Produkte mit kurzer Zutatenliste zu wählen.

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